Projekte und Verfahren

Be­griff­lich­keit:

XPla­nung ist der ge­setz­lich ver­bind­lich an­zu­wen­den­de Da­ten­stan­dard für Plan­wer­ke aus der Raum­ord­nung, Lan­des- und Re­gio­nal­pla­nung, Bau­leit­pla­nung und Land­schafts­pla­nung.

Di­Pla­nung ist eine neu ge­schaf­fe­ne Platt­form mit ver­schie­de­nen Kom­po­nen­ten, die im Rah­men der OZG-Um­set­zung im Lau­fe des Jah­res 2025 in Bay­ern ein­ge­führt wird.

Die Platt­form Di­Pla­nung be­steht aus den drei Kom­po­nen­ten 'Di­Plan Por­tal' für den Zu­gang zu raum­be­zo­ge­nen Plä­nen, 'Di­Plan Be­tei­li­gun­g' für die di­gi­ta­le und me­di­en­bruch­freie Durch­füh­rung von Be­tei­li­gungs­pro­zes­sen und 'Di­Plan Cock­pit' zur Steue­rung der Plan­ver­fah­ren.

Di­Pla­nung wird zu­künf­tig auch das Zen­tra­le Lan­de­spor­tal für die Bau­leit­pla­nung Bay­ern er­set­zen. Der bay­ern­wei­te Um­stieg auf die neue Platt­form ist für das Jahr 2025 ge­plant.

Ziele:

Der Stan­dard XPla­nung ge­währ­leis­tet ei­nen ver­lust­frei­en und ef­fi­zi­en­ten Da­ten­aus­tausch zwi­schen un­ter­schied­li­chen Be­tei­lig­ten in ei­nem Plan­ver­fah­ren. XPla­nung wur­de ent­wi­ckelt, um die Pla­nung von Flä­chen und In­fra­struk­tu­ren ef­fi­zi­en­ter und trans­pa­ren­ter zu ge­stal­ten.

Die Platt­form Di­Pla­nung er­mög­licht eine di­gi­ta­le und me­di­en­bruch­freie Durch­füh­rung von Pla­nungs- und Be­tei­li­gungs­ver­fah­ren nach dem Bau­ge­setz­buch (Bau­GB).

Part­ner:

Der Stan­dard XPla­nung wird ste­tig von der XLeit­stel­le in Ham­burg wei­ter­ent­wi­ckelt.

Di­Pla­nung ist eine Eine-für-Alle-Lö­sung (EfA) un­ter der fe­der­füh­ren­den Um­set­zung von Ham­burg. Die­se Lö­sung kann von an­de­ren Bun­des­län­dern Deutsch­lands nach­ge­nutzt wer­den, so wie es zu­künf­tig auch in Bay­ern er­fol­gen wird. In Bay­ern liegt die Ver­ant­wort­lich­keit bei StMB.

Wei­ter­füh­ren­de Links:

Ak­tu­el­le In­for­ma­tio­nen zu XPla­nung

Wiki zu al­len An­wen­dun­gen der Platt­form Di­Pla­nung

Di­gi­ta­le Pla­nung Bay­ern - In­tenet­auf­tritt des StMB

XPla­nung bei der XLeit­stel­le 

Be­griff­lich­keit: 

Mit dem Pro­jekt Bau­leit­plä­ne Bay­ern wur­den in den ver­gan­ge­nen Jah­ren In­for­ma­tio­nen zu Bau­leit­plä­nen (Be­bau­ungs­plä­ne und Flä­chen­nut­zungs­plä­ne) auf frei­wil­li­ger Ba­sis von den Ge­mein­den und Städ­ten di­gi­tal be­reit­ge­stellt. Die wich­tigs­ten In­for­ma­tio­nen zu den Plä­nen (bspw. der Name des Bau­leit­plans und der Rechts­stand) wur­den als Sach­da­ten zu­sam­men mit den Gel­tungs­be­rei­chen der Plä­ne er­fasst. Im Bay­er­nAt­las kön­nen die­se In­for­ma­tio­nen über das In­ter­net an­ge­schaut und auf­ge­ru­fen wer­den. Der Plan ist als PDF-Da­tei über die Sach­in­for­ma­tio­nen, die beim Klick auf ei­nen Gel­tungs­be­reich ei­nes Plans er­schei­nen, ver­linkt. Es sind In­for­ma­tio­nen zu ca. 97.000 Bau­leit­plä­nen über ei­nen Dar­stel­lungs­dienst (WMS) im Bay­er­nAt­las er­sicht­lich. Die­ser wert­vol­le Da­ten­be­stand dient als je­der­zeit ver­füg­ba­re Erst­in­for­ma­ti­on, so dass die Ge­mein­den und Städ­te ihre rechts­ver­bind­li­che Aus­kunft auf kon­kre­te An­fra­gen er­tei­len kön­nen.

Im Hin­blick auf die bay­ern­wei­te Ein­füh­rung der Platt­form Di­Pla­nung ist es vor­teil­haft, dass die GDI Bay­ern und die Baye­ri­sche Ver­mes­sungs­ver­wal­tung (BVV) sich be­reits 2006 an dem Da­ten­stan­dard XPla­nung in der da­mals gül­ti­gen Ver­si­on be­zo­gen ha­ben. So­mit lie­gen die mit der Er­fas­sungs­kom­po­nen­te der BVV er­fass­ten Be­stands­da­ten be­reits in ei­ner vor­aus­ge­hen­den und ver­ein­fach­ten Ver­si­on des Da­ten­aus­tausch­stan­dards XPla­nung in der Da­ten­bank vor. Dies er­mög­licht nun die Trans­for­ma­ti­on der vor­lie­gen­den Be­stands­da­ten in die ak­tu­el­le Ver­si­on des Stan­dards und so­mit die Über­nah­me in die Platt­form Di­Pla­nung.

Wei­ter­füh­ren­der Link:

Zen­tra­les Lan­de­spor­tal für die Bau­leit­pla­nung Bay­ern

Be­griff­lich­keit: 

Bo­den­richt­wer­te sind durch­schnitt­li­che La­ge­wer­te, die für eine Mehr­zahl ver­gleich­ba­rer un­be­bau­ter Grund­stü­cke in weit­ge­hen­der ho­mo­ge­nen Zo­nen be­stimmt wer­den. *

Als Grund­la­ge dient die Kauf­preis­samm­lung. Die Bo­den­richt­wer­te wer­den im zwei­jäh­ri­gen Tur­nus er­fasst. Der Stich­tag ist je­weils der 01. Ja­nu­ar ei­nes ge­ra­den Jah­res.

Die Bo­den­richt­wer­te wer­den flä­chen­de­ckend er­fasst für

  1. Bau­land
  2. wer­den­des Bau­land
  3. land- und forst­wirt­schaft­li­che Grund­stü­cke

Zu­stän­dig für die Er­fas­sung und die Da­ten all­ge­mein sind die Gut­ach­ter­aus­schüs­se (GAA).

* Quel­le: Obe­rer Gut­ach­ter­aus­schuss für Grund­stücks­wer­te im Frei­staat Bay­ern (http://​www.gut­ach­ter­aus­schu­es­se-bay­ern.de/)

Ziele:

Ver­öf­fent­li­chun­gen der Bo­den­richt­wer­te für den Stich­tag 01.01. ei­nes je­den ge­ra­den Jah­res im In­ter­net über Geo­da­ten­diens­te. Die De­ckungs­quo­te für den Stich­tag 2024 liegt bei­spiels­wei­se bei 97%. Es wird eine enge Zu­sam­men­ar­beit mit der Ge­schäfts­stel­le des Obe­ren Gut­ach­ter­aus­schus­ses (OGA) ge­pflegt, um die Da­ten im In­ter­net be­reit­zu­stel­len.

Die Bo­den­richt­wer­te sind über ei­nen WMS (Web­Map­Ser­vice) ab­ruf­bar.

Seit März 2019 gibt es ein Bo­den­richt­wert­in­for­ma­ti­ons­sys­tem auch für die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land (BO­RIS-D), zu­sätz­lich zu den amt­li­chen Aus­kunfts­por­ta­len der Bun­des­län­der.

Part­ner: Gut­ach­te­rau­schüs­se in Bay­ern

In Bay­ern gibt es 96 Gut­ach­ter­aus­schüs­se (GAA´s), je­weils ein Gut­ach­ter­aus­schuss je Land­kreis / kreis­frei­en Stadt. Die Ge­schäfts­stel­le ist an der je­wei­li­gen Kreis­ver­wal­tungs­be­hör­de an­ge­sie­delt. Die GAA´s sind ein selbst­stän­di­ges, un­ab­hän­gi­ges und nicht an Wei­sun­gen ge­bun­de­nes Gre­mi­um und ge­währ­leis­ten da­durch Neu­tra­li­tät. Sie set­zen sich aus dem je­wei­li­gen Vor­sit­zen­den, dem Stell­ver­tre­ter und eh­ren­amt­li­chen Sach­ver­stän­di­gen zu­sam­men. Sie ge­währ­leis­ten Trans­pa­renz am Grund­stücks­markt.

Wei­ter­füh­ren­de Links:

Bo­den­richt­wer­te Bay­ern

Gut­ach­ter­aus­schüs­se Bay­ern 

Bo­den­richt­wert­in­for­ma­ti­ons­sys­tem für Deutsch­land (BO­RIS-D)

Be­griff­lich­keit:

In vie­len Ge­mein­den und Städ­ten Bay­erns wer­den kom­mu­na­le Adress­da­ten in ver­schie­de­nen Sys­te­men vor­ge­hal­ten. Durch den Auf­bau ei­nes zen­tra­len Stra­ßen­na­men­ver­zeich­nis­ses mit Stra­ßen­schlüs­sel, auf den kom­mu­na­le Fach­ver­fah­ren zu­grei­fen, soll eine Har­mo­ni­sie­rung der ver­schie­de­nen Adress­da­ten­be­stän­de er­reicht wer­den.

Ziele:

Für den Auf­bau ei­nes zen­tra­len Stra­ßen­na­men­ver­zeich­nis­ses in Bay­ern wur­de das Pro­jekt „Har­mo­ni­sie­rung von Da­ten­be­stän­den kom­mu­na­ler Adres­sen“ ge­grün­det.

Kern­zie­le sind:

  1. die Schaf­fung ei­nes mit den Ge­mein­den/ Städ­ten ab­ge­stimm­ten Stra­ßen­na­men­ver­zeich­nis­ses (inkl. Stra­ßen­schlüs­sel),
  2. die Si­cher­stel­lung der Fort­füh­rung des Stra­ßen­na­men­ver­zeich­nis­ses di­rekt durch die Ge­mein­den/ Städ­te als ori­gi­när ver­ant­wort­li­che Stel­len,
  3. die Har­mo­ni­sie­rung der wich­tigs­ten kom­mu­na­len Fach­ver­fah­ren mit dem Stra­ßen­na­men­ver­zeich­nis.

Hier­zu ist ein Pro­zess zu kon­zi­pie­ren, der die Er­fas­sung und Pfle­ge von Ge­mein­de­stra­ßen mit Stra­ßen­schlüs­seln er­mög­licht. Dar­über hin­aus wer­den die Pro­zes­se be­schrie­ben, die für die Har­mo­ni­sie­rung kom­mu­na­ler Fach­ver­fah­ren mit dem Stra­ßen­na­men­ver­zeich­nis er­for­der­lich sind. Zu Be­ginn des Pro­jekts war zu­nächst die Um­set­zung über eine Web­an­wen­dung an­ge­dacht. Die­ses Ziel wird 2025 noch­mals neu un­ter Ein­be­zie­hung IT-tech­ni­scher Neue­run­gen eva­lu­iert.

Nicht Ziel des Pro­jekts ist die Ein­füh­rung ei­nes di­gi­ta­len Stra­ßen­be­stands­ver­zeich­nis­ses.

Part­ner:

Ver­tre­ter der Kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­de, Pi­lot-Ge­mein­den und Pi­lot-Städ­te 

Be­griff­lich­keit:

Ein Di­gi­ta­ler Zwil­ling ist eine vir­tu­el­le Nach­bil­dung phy­si­scher Ob­jek­te, Sys­te­me oder Pro­zes­se. Die­se Nach­bil­dung ba­siert auf ei­ner Viel­zahl von Da­ten und er­mög­licht den An­wen­dern die Da­ten­ver­wen­dung oder den Da­ten­down­load so­wie die In­te­gra­ti­on von Echt­zeit- oder Sen­sor­da­ten. Wich­tig ist vor al­lem die kon­kre­te An­wend­bar­keit von Geo­in­for­ma­tio­nen in di­gi­ta­len Zwil­lin­gen. Ein prak­ti­sches Bei­spiel für die An­wen­dung von Di­gi­ta­len Zwil­lin­gen ist der Bay­er­nAt­las, der ganz Bay­ern als Kar­te und Luft­bild mit Geo­in­for­ma­tio­nen ver­schie­dens­ter Quel­len kom­bi­niert. Ak­tu­ell ist die Um­set­zung ei­nes neu­en Re­lea­ses in Ar­beit, dem Bay­er­nAt­las light, wel­cher als Ge­o­ba­sis­z­wil­ling für Bay­ern fun­giert und neue Funk­tio­na­li­tä­ten und ein neu­es De­sign be­inhal­ten wird.

Ziele:

Di­gi­ta­le Zwil­lin­ge tra­gen zur Ver­bes­se­rung der Da­ten­ana­ly­se bei und kön­nen als Pla­nungs­grund­la­ge die­nen, um Ef­fi­zi­enz und Trans­pa­renz zu stei­gern. Sie fin­den An­wen­dung in ver­schie­de­nen Be­rei­chen, wie bei­spiels­wei­se bei der ef­fi­zi­en­ten Rou­ten­pla­nung von Bus­li­ni­en oder der Vi­sua­li­sie­rung von Bau­vor­ha­ben. In die­sem Kon­text kön­nen Di­gi­ta­le Zwil­lin­ge auch als Grund­la­ge für Fach­z­wil­lin­ge ge­nutzt wer­den, die spe­zi­fi­sche As­pek­te ei­nes Sys­tems oder Pro­zes­ses ab­bil­den.

Eine ab­schlie­ßen­de De­fi­ni­ti­on von Di­gi­ta­len Zwil­lin­gen exis­tiert der­zeit noch nicht. Viel­mehr han­delt es sich um eine Viel­zahl von An­ge­bo­ten und In­itia­ti­ven, die dar­auf ab­zie­len, die best­mög­li­che An­wen­dung für kon­kre­te Fäl­le in un­ter­schied­li­chen Le­bens­be­rei­chen zu ent­wi­ckeln.

Wei­ter­füh­ren­der Link:

Pro­jekt Twin­By - Di­gi­ta­le Zwil­lin­ge für Bay­ern

Be­griff­lich­keit:

Die kom­mu­na­le Wär­me­pla­nung ist ein we­sent­li­cher Bei­trag zur En­er­gie­wen­de und auf dem Weg zur Kli­ma­neu­tra­li­tät. Das Ziel be­steht dar­in, die bis­her auf fos­si­len Brenn­stof­fen ba­sie­ren­de Wär­me­ver­sor­gung auf er­neu­er­ba­re En­er­gi­en um­zu­stel­len und die Wär­me­ver­sor­gung nach­hal­tig und zu­kunfts­fä­hig zu ge­stal­ten.

Für die Er­stel­lung ei­nes kom­mu­na­len Wär­me­plans, wird zu­nächst eine um­fas­sen­de Be­stands- und Po­ten­zi­al­ana­ly­se der lo­ka­len Ge­ge­ben­hei­ten durch­ge­führt. Die­se Ana­ly­se er­mög­licht eine Be­wer­tung der ak­tu­el­len Si­tua­ti­on und die Ent­wick­lung ei­ner dar­auf auf­bau­en­den Um­set­zungs­stra­te­gie für eine kos­ten­ef­fi­zi­en­te, nach­hal­ti­ge und kli­ma­neu­tra­le Wär­me­ver­sor­gung. Da­bei wer­den die spe­zi­fi­schen An­for­de­run­gen der Kom­mu­ne be­rück­sich­tigt.

Zu den mög­li­chen Tech­no­lo­gi­en, die in der kom­mu­na­len Wär­me­pla­nung ein­ge­setzt wer­den kön­nen, ge­hö­ren un­ter an­de­ren:

  1. Nut­zung in­dus­tri­el­ler Ab­wär­me
  2. So­lar­ther­mie
  3. Wär­me­rück­ge­win­nung aus Ab­wäs­sern
  4. Bio­mas­se
  5. Pho­to­vol­ta­ik
  6. Geo­ther­mie
  7. Wind­kraft
  8. Was­ser­kraft
  9. Wär­me­pum­pen

Die ge­setz­li­che Grund­la­ge für die kom­mu­na­le Wär­me­pla­nung bil­det das am 1. Ja­nu­ar 2024 in Kraft tre­ten­de Ge­setz für Wär­me­pla­nung und zur Dekar­bo­ni­sie­rung der Wär­me­net­ze (WPG). Die­ses Ge­setz schafft die not­wen­di­gen Rah­men­be­din­gun­gen für die ver­bind­li­che und sys­te­ma­ti­sche Ein­füh­rung ei­ner flä­chen­de­cken­den Wär­me­pla­nung.

Für Ge­mein­den mit mehr als 100.000 Ein­woh­nern ist die Er­stel­lung kom­mu­na­ler Wär­me­plä­ne bis Mit­te 2026 ver­pflich­tend. Klei­ne­re Kom­mu­nen ha­ben bis Mit­te 2028 Zeit ihre Plä­ne zu er­stel­len. Dar­über hin­aus de­fi­niert das Ge­setz das Ziel, bis 2030 min­des­tens 50 Pro­zent der lei­tungs­ge­bun­de­nen Wär­me kli­ma­neu­tral zu er­zeu­gen.

In Bay­ern wur­de am 2. Ja­nu­ar 2025 die „Ver­ord­nung zur Aus­füh­rung en­er­gie­wirt­schaft­li­cher Vor­schrif­ten“ an­ge­passt. Die­se Ver­ord­nung ent­hält nun wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen zur Um­set­zung des Wär­me­pla­nungs­ge­set­zes in Bay­ern.

Part­ner: 

Kom­mu­na­le Wär­me­pla­nung in Bay­ern (Baye­ri­sches Staats­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft, Lan­des­ent­wick­lung und En­er­gie)

Wei­ter­füh­ren­der Link:

Kom­mu­na­le Wär­me­pla­nung im En­er­gie­At­las Bay­ern