Startseite INSPIRE

INSPIRE

Die INSPIRE-Richtlinie(INfrastucture for SPatial InfoRmation in Europe) dient der Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft. Ziel der Richtlinie ist es, die grenzübergreifende Nutzung von Geodaten in Europa zu erleichtern. INSPIRE fordert von den Mitgliedstaaten die interoperable Bereitstellung von Geo- und Metadaten zu 34 Themenfeldern, z.B. geographische Namen, Schutzgebiete und Geologie. Harmonisierte Regelungen zu Lizenz- und Nutzungsbedingungen sollen zudem den Zugang zu und die Nutzung von Geodaten für Bürger, Verwaltung und Wirtschaft vereinfachen.

Die INSPIRE-Richtlinie ist am 15. Mai 2007 in Kraft getreten. Mit dem Geodatenzugangsgesetz des Bundes (GeoZG) und Gesetzen der einzelnen Bundesländer (in Bayern mit dem Bayerischen Geodateninfrastrukturgesetz BayGDIG) erfolgt die rechtliche Umsetzung von INSPIRE in Deutschland.

Das Fundament für den Aufbau der Infrastruktur bilden die fünf Durchführungsbestimmungen (zu Metadaten, Netzdiensten, Interoperabilität von Geodatensätzen und -diensten, harmonisierten Zugangsbedingungen sowie Überwachung und Berichterstattung), die als EG-Verordnungen oder -Entscheidungen unmittelbar in den Mitgliedstaaten gelten. Für die konkrete technische Umsetzung der Durchführungsbestimmungen sind vor allem die begleitenden, rechtlich nicht bindenden Umsetzungsanleitungen („Technical Guidelines") relevant.